New Article in Long Range Planning: »Open about organizational failure«

Foto: Nong Vang via Unsplash

After what had begun as the supervisor of Nils Köster‘s master thesis when I was still at Freie University of Berlin has finally resulted in a publication, together with co-authors Erik Schäfer (also FU Berlin) and Christoph Seckler (ESCP). The article “Open about organizational failure: A communication perspective on postmortem impression management” has been accepted for publication in Long Range Planning and shows how postmortem statements of failed startup founders may lead to what we call an “organizational afterlife”:

Being open about failure as an entrepreneur is an increasingly common practice in and beyond startup communities, for example by proactively and strategically crafting public statements to frame subsequent failure conversations. Combining an impression management perspective with an analysis of communicative genres of failure narratives, we empirically investigate postmortem statements of failed entrepreneurs. Shifting the discourse from the (content of the) failure narratives towards considering its broader communicative context, we show how genres emerge from patterns of failure narratives and impression management strategies. Our analysis suggests that subgenres of postmortem statements represent different forms of openness about failure, and some subgenres in particular contribute to establishing an ‘organizational afterlife’ as a potentially long-lasting impression management strategy.

The journal pre-proof version is already available at the journal’s website. In case you don’t have access please contact me and I will be happy to provide you with a copy.

Dissertationsstelle im Bereich Organisation am Institut für Organisation und Lernen

Bis 15. Dezember 2021 läuft die Bewerbungsfrist für eine Dissertationsstelle für die Dauer von 4 Jahren im Ausmaß von 30h/Woche (nach Vorliegen einer Dissertationsvereinbarung) im Bereich Organisation am Institut für Organisation und Lernen.

Details und die Möglichkeit zur Online-Bewerbung finden sich im Karriereportal der Universität Innsbruck.

Philosophisches Café mit Richard Weiskopf: “Organisation und die Kritik des Wahrsprechens (parrhesia)”

Am Donnerstag, 18. November um 18 Uhr liefert Richard Weiskopf einen Impulsvortrag zum Thema “Organisation und die Kritik des Wahrsprechens (parrhesia)” im Rahmen des Philosophischen Cafés in der Innsbrucker Bäckerei.

Im Anschluss gibt es wie beim Philosophischen Café üblich die Möglichkeit zur Diskussion und zum informellen Austausch bei Speis und Trank. Es sind Covid-Bestimmungen zu beachten, es gilt die 2G-Regel. Darüber hinaus werden aufgrund der prekären pandemischen Lage alle Besucher:innen gebeten, sich zeitnah vor der Veranstaltung zusätzlich testen zu lassen, um einen möglichst sicheren und entspannten philosophischen Abend zu ermöglichen.

Job: Universitätsassistent/in prae doc at the Department of Organisation Studies at WU Vienna

For those interested in an academic career in organization studies, please check out this job offer at the department of Organization Studies at WU Vienna (own translation):

The Department of Organization Studies researches current issues in the field of organization and governance. Do you want to deepen your interest in these topics and at the same time gain first experiences in teaching? With this position, the possibility of a path into academia is just as open to you as a later step into business.

Deadline for applications is November 3, 2021.

Neuer Buchbeitrag: ‘Freie Lizenzen und öffentlich-rechtliche Medien: Wettbewerbspolitische Dimensionen’

Eine meiner letzten Tagungsreisen vor Corona führte mich 2020 nach Radein in Südtirol. Dort treffen sich seit über 50 Jahren vor allem ordoliberale Ökonom:innen zum Seminar Radein und verstehen sich laut Selbstbeschreibung als “ältester ordnungspolitischer ‘Think Tank’ in Europa”.

Ich durfte dort einen Vortrag zum Thema “Freie Lizenzen und öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Wettbewerbspolitische Dimensionen” halten (siehe Slides), der nun auch als Buchbeitrag in einem von Oliver Budzinski, Justus Haucap, Annika Stöhr und Dirk Wentzel herausgegebenen Sammelband “Zur Ökonomik von Sport, Entertainment und Medien: Schnittstellen und Hintergründe” erschienen ist.

Aus der Einleitung:

Continue reading “Neuer Buchbeitrag: ‘Freie Lizenzen und öffentlich-rechtliche Medien: Wettbewerbspolitische Dimensionen’”

Panelist beim “Public Value Tag” des ORF zum Thema “Public Service Internet”, Beitrag zu “Formen digitaler Publikumseinbindung” [Update]

Genau zum Start des Wintersemesters, konkret am 4. Oktober 2021, präsentiert der ORF den jährlichen Public-Value-Bericht im Rahmen eines ganzen “Public Value Tags”. Ich darf im zweiten Panel zum Thema “Public Service Internet” mit Simone Grössing (ORF Denkraum), Christoph Neuberger (FU Berlin und Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft) sowie Susanne Pfab (ARD-Generalsekretariat) Barbara Thomas (Uni Bochum) und Tom Lohninger (Epicenter.Works) diskutieren.

Um 10.00 Uhr geht es los im Radiokulturhaus in der Argentinierstraße in Wien und als Livestream unter zukunft.orf.at.

Für die diesjährige Public-Value-Studie habe ich außerdem gemeinsam mit Ricardo Parger einen Beitrag zum Thema “Formen digitaler Publikumseinbindung: Potentiale für öffentlich-rechtliche Medien” verfasst. Die gesamte Studie ist frei im Netz, ein Preprint unseres Beitrags inklusive Appendix ist hier als PDF verfügbar.

New Article in RSO: “Between Anxiety and Hope? How Actors Experience Regulatory Uncertainty in Creative Processes in Music and Pharma”

We, that is Katharina Zangerle, Konstantin Hondros, Sigrid Quack, myself, have recently contributed to an issue in “Research in the Sociology of Organizations” on “Organizing Creativity in the Innovation Journey”. The article is based upon data collected in the course of our joint DFG-funded research project on “Organizing Creativity under Regulatory Uncertainty: Challenges of Intellectual Property”. The photo below was obviously taken pre-pandemic but captures quite nicely the exhausted happiness we feel right now. And feelings and emotions is also what our article is about.

In our article “Between Anxiety and Hope? How Actors Experience Regulatory Uncertainty in Creative Processes in Music and Pharma” we approach the issues of what rules and uncertainty have to do with creativity, with distinct professions navigating and organizing creators’ related emotional experiences.

Continue reading “New Article in RSO: “Between Anxiety and Hope? How Actors Experience Regulatory Uncertainty in Creative Processes in Music and Pharma””

Neuer Artikel in Leviathan: “Strukturwandel der wissenschaftlichen Öffentlichkeit: Konstitution und Konsequenzen des Open-Access-Pfades”

Gemeinsam mit Maximilian Heimstädt durfte ich einen Beitrag zum brandneuen Leviathan-Sonderband “Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit?” beisteuern. In unserem Beitrag analysieren wir “Konstitution und Konsequenzen des Open-Access-Pfades” als einen zentralen Prozess im “Strukturwandel der wissenschaftlichen Öffentlichkeit”.

Unsere zentrale These: Erst neue und teilweise illegale Akteure wie Schattenbibliotheken (z.B. Sci-Hub) und Preprint-Server haben es ermöglicht, die Pfadabhängigkeit des wissenschaftlichen Publikationsmarkts zu brechen und auf breiter Front (z.B. Projekt DEAL) Open-Access-Ansätzen zu forcieren. Nur weil Wissenschaftler:innen trotz der Kündigung von Rahmenverträgen mit #Elsevier & Co weiterhin einfachen Zugang zu wissenschaftlicher Literatur hatten, konnten Unis und andere Forschungseinrichtungen auch längerfristig so einen vertragslosen Zustand durchhalten.

Continue reading “Neuer Artikel in Leviathan: “Strukturwandel der wissenschaftlichen Öffentlichkeit: Konstitution und Konsequenzen des Open-Access-Pfades””

“Vorhersageprodukte“: Algorithmische Entscheidungsfindung, Profiling und die Kapitalisierung des Werdens

Richard Weiskopf, Institut für Organisation und Lernen, Universität Innsbruck

Im Kontext des “Überwachungskapitalismus” werden digitale Spuren in Profile bzw. “Vorhersageprodukte” umgewandelt. Da jedes Stück Daten für irgend jemanden von potenziellem Wert ist, kann auch jedes Versatzstück in irgendeinem Profil landen, das für irgendjemanden von Nutzen ist und daher verkauft werden kann. Auf die Monetarisierung der Daten haben sich verschiedene Databroker, Directmarketer und andere Organisationen und Unternehmen spezialisiert, die eine Expertise in der Verarbeitung, Analyse und Verwertung von Daten haben. Auf der Basis scheinbar rationaler und neutraler Berechnungen verwandelt das „new profiling“ das offene Werden in eine kalkulierte Zukunft, die zu einer profitablen Quelle der Generierung von Einkommen und Kapital wird.

Dass wir uns im Visier bestimmter Organisationen befinden und Zielscheiben von Profiling- und Vorhersagemaschinen sind, wird uns häufig nur sporadisch bewusst. Beispielsweise dann, wenn wir eine individualisierte oder personalisierte Nachricht von unbekannter Stelle erhalten, wenn uns ein maßgeschneidertes Produkt angeboten wird, wenn wir am Flughafen oder an der Grenze angehalten werden und als Risiko oder potentieller Terrorist “erkannt” werden; es wird uns auch dann bewusst, wenn uns der Zugang zu öffentlichen Räumen, Versicherungsleistungen, begehrten Stellen oder Positionen, zu Krediten, Dienst- oder Sozialleistungen etc. verwehrt wird, weil wir (bzw. unser Profil) nicht zu den im Vorfeld von anonymen Instanzen definierten Kriterien passen. So wird auf der Basis von Prognosen eine mögliche Zukunft verbaut. Als eine Form der instrumentären Macht Vorhersageprodukte den ethisch-politischen Raum der Imagination und potentiellen Transformation zum Verschwinden. Der kritischen Forschung geht es darum, diesen verdeckten Raum sichtbar zu machen und damit eine Problematisierung der Wirkungen und Effekte dieser Verfahren in Gang zu setzen.

Zum Volltext hier entlang.