CfP: ZDfm-Sonderheft zu "Klimakrise, Diversität und Ungleichheitsverhältnisse"

Andrea Bührmann (Universität Göttingen), Laura Dobusch (Radboud University Nijmegen) und Ines Weller (Universität Bremen) bitten um Einreichungen für ein Sonderheft in der Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management zum Thema “Klimakrise, Diversität und Ungleichheitsverhältnisse: Aktuelle Wechselwirkungen und Transformationen” (PDF des Call for Papers). Auszug daraus:

Zusammengenommen zeigen diese Entwicklungen eindrücklich, dass mit der gesellschaftlichen Adressierung der Klimakrise und damit einhergehenden Handlungsstrategien gleichzeitig und unseres Erachtens untrennbar auch Diversitäts- und Ungleichheitsverhältnisse mitverhandelt werden, die allerdings nicht zwangsläufig in deren Polarisierung und Verschärfung münden müssen. Vor diesem Hintergrund lädt dieses Heft zu Beiträgen ein, die sich mit dem Zusammenhang von Klimawandel, Differenz(polarisierung) und Un-/Gleichheitsfolgen beschäftigen. Ein besonderer – aber nicht ausschließlicher – Fokus liegt dabei auf empirischen wie theoretischen Arbeiten, die Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Blick und die Pflicht nehmen.

Die Frist zur Einreichung für wissenschaftliche Vollbeiträge zu diesem Themenschwerpunkt ist der 01.07.2020. Forschungsskizzen und Positionen sowie Praxisbeiträge können bis 01.09.2020 eingereicht werden.
Nachfragen richten Sie bitte vorab an l.dobusch[a]ru.nl.

Wissenschaftler*innen im Gespräch: Silke Meyer und Leonhard Dobusch

Am 6. Februar 2020 darf ich ab 18 Uhr mit Kollegin Silke Meyer vom vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck im Rahmen der Reihe “Schönheit vor Weisheit” im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Museumstraße 15, 6020 Innsbruck) diskutieren. Aus der Ankündigung der Veranstaltung:

Ende September wurde die Sonderausstellung „Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft“ anlässlich des 350-jährigen Jubiläums der Universität Innsbruck in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen eröffnet. Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Ein besonderes Highlight ist die Reihe „WissenschaftlerInnen im Gespräch“. Markus Sommersacher führt mit zwei WissenschaftlerInnen in lockerer Atmosphäre ein Gespräch über Werdegang, Motivation und mögliche Parallelen bzw. Gegensätze in ihren unterschiedlichen Forschungsdisziplinen.

Die Gespräche werden mitgeschnitten und sind hier online zum Nachhören verfügbar.

Gender Lecture zu “Offenheit als Organisationsprinzip: Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?”

Kommenden Dienstag, 3. Dezember 2020, habe ich die große Ehre die 60. Innsbrucker Gender Lecture bestreiten zu dürfen (PDF des Plakats). Im Seminarraum VI (Theologie), Karl-Rahner-Platz 3/1. Stock, Raum-Nr. 102 wird es dabei um das Thema “Offenheit als Organisationsprinzip: Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?” gehen. Hier der Abstract:

Organisationale Offenheit, unterstützt durch digitale Technologien, erfreut sich in immer mehr Feldern wachsender Beliebtheit. Nicht nur im Bereich unternehmerischer F&E („Open Innovation“) sondern auch zur Strategiefindung („Open Strategy“), im öffentlichen Sektor („Open Government“) oder in der Wis- senschaft („Open Science“) wird mit einem Mehr an Offenheit das Versprechen von erhöhter Transparenz und Inklusion verbunden. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen von radikal offenen Organisationsformen wie der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia, dass Offenheit keineswegs automatisch mit mehr Diversität einhergeht. Vielmehr stellt sich die Frage, inwieweit bestimmte Formen von Offenheit sogar bestimmte Gruppen von Menschen besonders exkludieren.

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“Warum sich Bloggen lohnt” bei der Langen Nacht des Schreibens

Am 20. November 2019 lud die Bibliothek der Universität Innsbruck bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr zur “Langen Nacht des Schreibens”. Ich durfte dabei einen Vortrag halten zum Thema “Warum sich Bloggen lohnt” – für WissenschaftlerInnen genauso wie für Studierende, zum Beispiel anlässlich ihrer Bachelor- oder Masterarbeit.

Angesichts des Themas ist es natürlich eine Selbstverständlichkeit, zumindest die Slides ebenfalls zu verbloggen und damit dem Titel des Vortrags auch praktisch zu entsprechen.

Panel »Wege zur digitalen Souveranität« bei den Medientagen München 2019

Am Panel bei den #MTM19 mit Mackenzie Nelson (Algorithm Watch), Stefan Primbs (Bayrischer Rundfunk), Jan-Hendrik Passoth (TU München), Annika Sehl (Universität der Bundeswehr München) und Moderatorin Pauline Tillmann (Deine Korrespondentin); (Foto: Medientage München)

Im Rahmen der Medientage München 2019 durfte ich an einem spannenden Panel zum Thema “Wege zur digitalen Souveranität: Gemeinwohlorientierte Plattformen und offene Infrastrukturen” mitwirken. Ein Video der Diskussion ist mittlerweile bei YouTube verfügbar.

Einige Punkte, die mir wichtig waren, kurz zusammengefasst:

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New Article: Predatory Publishing in Management Research: A Call for Open Peer Review

Inspired by a blog post about the dangers of predatory publishing and open peer review as a potential response, Maximilian Heimstädt and I decided to dig deeper into the issue. Specifically, we were able to get access to some data on (potentially) predatory journals in organization and management studies. Based upon the analysis of this data we developed some initial ideas – provocations for debate – regarding the potentials of open peer review for our own discipline. The article has now been published in the journal Management Learning:

Predatory journals have emerged as an unintended consequence of the Open Access paradigm. Predatory journals only supposedly or very superficially conduct peer review and accept manuscripts within days to skim off publication fees. In this provocation piece, we first explain how predatory journals exploit deficiencies of the traditional peer review process in times of Open Access publishing. We then explain two ways in which predatory journals may harm the management discipline: as an infrastructure for the dissemination of pseudo-science and as a vehicle to portray management research as pseudo-scientific. Analyzing data from a journal blacklist, we show that without the ability to validate their claims to conduct peer review, most of the 639 predatory management journals are quite difficult to demarcate from serious journals. To address this problem, we propose open peer review as a new governance mechanism for management journals. By making parts of their peer review process more transparent and inclusive, reputable journals can differentiate themselves from predatory journals and additionally contribute to a more developmental reviewing culture. Eventually, we discuss ways in which editors, reviewers, and authors can advocate reform of peer review.

The article is available as an open access full text.

Parlagram visualisiert worüber das österreichische Parlament spricht

Ziemlich genau zwölf Jahre nach der Ankündigung des ersten Momentum-Kongresses 2007 ist daraus im September 2019 mit dem Momentum Institut das Experiment eines “Think Tanks der Vielen” hervorgegangen. Wie schon beim Kongress bin ich Mitgründer und versuche als wissenschaftlicher Leiter den Dialog und wechselseitigen Transfer zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu unterstützen.

Als eines der ersten Projekte ist seit kurzem das Parlagram online verfügbar. Das Online-Tool macht die Debatten im österreichischen Nationalrat für die Vielen durchsuchbar. Worüber reden die gewählten Volksvertreterinnen und Volksvertreter im Parlament eigentlich? Welche Themen und Anliegen finden Gehör, was bleibt im wörtlichen Sinne unerwähnt?

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