Neuer Beitrag: »Von Fake Journals zu Fake News: Ausweg Open Peer Review?«

Gemeinsam mit Maximilian Heimstädt (Universität Witten-Herdecke) habe ich für die aktuelle Ausgabe von “Synergie – Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre” einen Beitrag zu den Risiken von Predatory Publishing für die Rezeption von (vermeintlich) wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Potentialen von Open Peer Review in diesem Zusammenhang beigesteuert (PDF des Beitrags). Aus der Einleitung:

Die wachsende Akzeptanz spezifischer Formen von Open Access hat zum Aufstieg von Author-Pays-Geschäftsmodellen geführt, die auf „Article Processing Charges“ (APC) beruhen. Der steigende Publikationsdruck im Wissenschaftssystem in Kombination mit APC setzt Anreize für die Gründung von Zeitschriften, die nur vermeintlich oder sehr oberflächlich ein Begutachtungsverfahren (Peer Review) durchführen, um gebührenpflichtig und möglichst profitmaximierend Manuskripte zu veröffentlichen. Diese Manuskripte sind im besten Fall mangelhaft und im schlechtesten Fall absichtlich tendenziös und irreführend.

Die gesamte Ausgabe von Synergie ist open access als PDF oder ePub verfügbar.

Keynote bei der #Mediana18 zu »Public Open Spaces«

Am Pfingstsamstag fand in Linz zum zweiten Mal die Konferenz Mediana statt und ich durfte – gemeinsam mit Corinna Milborn – die Konferenz mit einem Vortrag zum Konferenzthema “Public Open Spaces” eröffnen. Aus der Ankündigung:

Die Medienlandschaft verändert sich. Traditionelle Leitmedien verlieren an Bedeutung, Algorithmen und kommerzielle Interessen haben immer mehr Einfluss auf Meinungsbildungsprozesse. Gleichzeitig wird der öffentlich-rechtliche Sektor aktuell europaweit in Frage gestellt. Wir wollen über die Bedeutung der Medien für den demokratischen Diskurs in unserem Land diskutieren – mit euch und vielen anderen Journalist*innen, Wissenschaftler*innen und Medienkonsument*innen.

Ein Video meines Vortrags ist bereits bei YouTube online verfügbar:

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Call for Applicants: Three Doctoral Fellows in Management Accounting

Silvia Jordan and Albrecht Becker, both professors in the area of Management Accounting and thus part of the Department of Organization and Learning at the University of Innsbruck, are hiring three doctoral fellows by October 2010 (PDF of the call for applications in German and English):

Positions 1 and 2: Research assistants in the Austrian Science Fund (FWF)-funded research project „Healthcare quality assessment in Austria: Discourses and performances“
  • Assistance and co-operation in the research project „Healthcare quality assessment in Austria: Discourses and performances“
  • 3-year contract, 75% (30 hours per week)
Position 3: Research and teaching assistant in the management accounting group
  • Assistance and co-operation in research and teaching in the management accounting group
  • 3-year contract, 75% (30 hours per week)
What you can expect

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Learning from Disasters: A ‘Framing’ Perspective

Was the launch of Siri a “disaster”? Depends on how you frame it. (Foto, CC BY-SA 2.0

This research essay is authored by Melissa Köhler, student in the master program Organization Studies at University of Innsbruck.

‘We do not learn from experiences… we learn from reflecting on experiences.’ (John Dewey)

Unexpected and unusual incidents in organizational life often result in a change from stable conditions into situations that are ‘far from equilibrium’ (Rudolph and Repenning, 2002). Even if undesirable incidents entail an organizational breakdown and misery, organizations can try to make sense of the circumstances. They have the possibility to reflect and learn in order to prevent such occasions, or to improve their response the next time. To understand how organizations learn from disasters, current scientific literature mainly analyzes very popular incidents such as the Mount Everest climbing accident in 1996 or natural catastrophes. In order to gain substantial insights on how organizations learn from disastrous situations, this focus on extreme incidents seems quite narrow-minded. Who defines whether a specific event is a disaster or not? A ‘Framing’ perspective could help to induce a better understanding on how organizations learn from such situations.

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Re:publica 2018 im Rückblick: Digital-öffentliche Räume und Güter

Bei der jährlich in Berlin stattfindenden Digitalkonferenz re:publica nahm ich von 2.-4. Mai in einer Doppelrolle als Organisationsforscher mit Interesse an digitalem Wandel und als Mitglied des ZDF Fernsehrats teil. Im folgenden eine kurze Dokumentation meiner Aktivitäten in drei sehr intensiven, wie immer bei der re:publica auch sehr bereichernden Tagen:

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Vortrag und Diskussion im Spielraum Innsbruck: »Open Source und D.I.Y.«

Am Sonntag, 6. Mai 2o18, findet um 18 Uhr im Spielraum Innsbruck (Franz-Fischer-Straße 12) eine Diskussionsveranstaltung in der Reihe “Wie Wir Leben Wollen” zum Thema “Open Source und D.I.Y. – Wege zu einer demokratischen Technisierung” statt. Aus der Ankündigung:

Die Potentiale der rasant fortschreitenden Technisierung sind scheinbar grenzenlos und betreffen nahezu alle Facetten unserer Gesellschaft. Doch so verlockend sie auch sein mögen, so schwierig ist es auch, die damit einhergehenden Gefahren abzuschätzen. So scheint technologische Entwicklung etwa untrennbar mit finanziellen Mitteln verbunden und zahlreiche Beispiele wie Google zeugen von bedrohlich wachsenden Monopolstellungen. Bietet die Open Source Community eine mögliche Antwort auf solche Entwicklungen und kann sie zu einer Demokratisierung in der Technologie beitragen? Kann der D.I.Y. (Do it yourself) Ansatz ein Gegengewicht zu drohender Entfremdung und Abhängigkeit darstellen?

Ich darf die Diskussion mit einem kurzen Impuls zum Thema “Open Source und digitale Offenheit” eröffnen und diese dann gemeinsam mit Rocío Cachada Dibuja (Institut für Medien, Kommunikation und Gesellschaft, Universität Innsbruck) und Ulrich Metschl (Institut für Philosophie, Universität Innsbruck) fortführen.

Die von der Stadt Innsbruck geförderte Veranstaltung wird in Kooperation von Spielraum für Alle, FabLab Innsbruck, Arbeitskreis Wissenschaft und Verantwortlichkeit und FREIRAD organisiert.

Neue Veröffentlichung: »Wie viel ‚Wahrheit’ verträgt die Organisation?«

Seit kurzem erscheint im Rahmen der Forschungsplattform “Organizations & Society” eine transdisziplinäre Working-Paper-Reihe. Es ist mir eine besondere Ehre, dass als erstes Paper in dieser Reihe das Manuskript meiner AntrittsvorlesungWie viel ‚Wahrheit’ verträgt die Organisation? Die Praktik der parrhesia als Herausforderung für moderne Organisation” erschienen ist. Der Abstract lautet wie folgt: Continue reading “Neue Veröffentlichung: »Wie viel ‚Wahrheit’ verträgt die Organisation?«”