Panel beim Journalismusfest Innsbruck: “Blogs, Wikis & Co – Zwischen journalistischer Prekarität und Glaubwürdigkeit”

Von 13. bis 15. Mai 2022 findet das Journalismusfest Innsbruck statt und ich freue mich außerordentlich, ein Panel gemeinsam mit Markus Beckedahl, Gründer und langjähriger Chefredakteur des Blogs netzpolitik.org, sowie Claudia Garád, Geschäftsführerin von Wikimedia Österreich, moderieren zu dürfen. Aus der Ankündigung:

Blogs, Wikis oder Videoportale wie YouTube oder TikTok übernehmen mittlerweile journalistische Funktionen und definieren diese teils neu. Der Blog netzpolitik.org etwa publiziert immer wieder tiefergehende Recherchen. Wikipedia bringt auch zu strittigen Themen aktuelle und oft quellenkritisch geprüfte Informationen. Trotzdem bleibt der journalistische Charakter von Blogs, Wikis und Co. prekär. Gleichzeitig zögern traditionelle journalistische Angebote bei der Übernahme von Praktiken wie etwa der Veröffentlichung oder Verlinkung von Quellen.

Das Panel steigt am Freitag, 14. Mai, um 17 Uhr im Haus der Musik. Schaut vorbei!

Tagung: »Geben und Schenken: Gabenökonomie im Horizont der Digitalisierung« [Update]

Nach einer hybrid veranstalteten Vorkonferenz im April 2021 darf ich am 18. März wieder gemeinsam mit Felix Stalder und Jasmin Schreyer im Rahmen einer Tagung zu “Gabenökonomie im Horizont der Digitalisierung” zu Thema “Praktiken des Gebens und Teilens in der digitalen Ökonomie” diskutieren. Aus der Ankündigung der Tagung:

»Open source«, »file-sharing«, »crowdfunding«, »peer production« – die Welt der digitalen Kommunikation ist voller Wirtschaftspraktiken, die dem Geben und Schenken näher sind als dem Marktkauf. Im Horizont der Digitalisierung wird eine Wirtschaftswissenschaft notwendig, die, um mögliche Entwicklungen einer global vernetzten Kooperationsgesellschaft zu reflektieren, das Paradigma der endlos unabgeschlossenen Gabe zwischen miteinander verbundenen Personen gelten lässt.

Tagung ist hybrid und kann hier im Livestream via Zoom verfolgt werden.

[Update, March 3, 2022] A brief summary of my remarks can be found over at the Governance Across Borders blog. [/Update]

Montagsfrühstück im Literaturhaus zum Thema “Infodemie: Wissen, Glauben, Denken, Schreiben”

Literaturhaus am Inn (Foto: Luftschiffhafen, CC BY-SA 4.0, Bearbeitung: Leonhard Dobusch)

Am Montag, 25. April 2022, darf ich ab 9:00 Uhr im Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5, mit der Schriftstellerin Andrea Winkler das traditionelle Montagsfrühstück bestreiten. Aus der Ankündigung zur Veranstaltung:

Die Corona-Pandemie macht einmal mehr deutlich, dass unsere Gesellschaft tief in einer so genannten „Infodemie“ steckt. Aufgrund einer Flut an Falschinformationen und Fake-News, die sich vor allem in den sozialen Medien rasant verbreiten, verlieren komplexe und wissenschaftlich belegte Fakten an Glaubwürdigkeit. Was ist objektiv, was ist subjektiv? Was Wissen, was Glauben? In diesem Montagsfrühstück sollen unter anderem Wege und Mittel diskutiert werden, wie das Vertrauen in die Wissenschaften zurückgewonnen werden kann, aber auch, welche Konsequenzen dies für Autorschaft und für das literarische Schreiben hat.

Eintritt ist frei, Anmeldung beim Veranstalter ist bis 25.04.22 erforderlich.

Vortrag beim WZB Coronacolloquium: »Wissenschaft und Aktivismus: (k)ein Widerspruch?«

Ist eine klare weltanschauliche Position mit wissenschaftlichen bzw. journalistischen Gütekriterien vereinbar? Diese Frage stellt sich in Zeiten von zunehmende Bedeutung von Wissenschaftskommunikation und “Third Mission” längst nicht nur mehr Think Tanks sondern auch (außer-)universitären Forschungseinrichtungen ganz allgemein. Dabei zeigt sich, dass eine Abgrenzung zwischen “Outreach” und “Knowledge Transfer” einerseits und “politischem Aktivismus” andererseits nicht nur schwierig, sondern grundsätzlich verfehlt ist. Aktivismus-Vorwürfe verkennen vielmehr, dass sich normative Fragen von der Themenstellung über Theorie- und Methodenwahl bis hin zur Ergebnisinterpretation durch den gesamten wissenschaftlichen Erkenntnisprozess ziehen.

Meinen Vortrag zu diesem Thema im Rahmen des Coronacolloquiums das Wissenschaftszentrum Berlin gibt es hier zum Nachhören und Nachlesen.

Panelist beim “Public Value Tag” des ORF zum Thema “Public Service Internet”, Beitrag zu “Formen digitaler Publikumseinbindung” [Update]

Genau zum Start des Wintersemesters, konkret am 4. Oktober 2021, präsentiert der ORF den jährlichen Public-Value-Bericht im Rahmen eines ganzen “Public Value Tags”. Ich darf im zweiten Panel zum Thema “Public Service Internet” mit Simone Grössing (ORF Denkraum), Christoph Neuberger (FU Berlin und Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft) sowie Susanne Pfab (ARD-Generalsekretariat) Barbara Thomas (Uni Bochum) und Tom Lohninger (Epicenter.Works) diskutieren.

Um 10.00 Uhr geht es los im Radiokulturhaus in der Argentinierstraße in Wien und als Livestream unter zukunft.orf.at.

Für die diesjährige Public-Value-Studie habe ich außerdem gemeinsam mit Ricardo Parger einen Beitrag zum Thema “Formen digitaler Publikumseinbindung: Potentiale für öffentlich-rechtliche Medien” verfasst. Die gesamte Studie ist frei im Netz, ein Preprint unseres Beitrags inklusive Appendix ist hier als PDF verfügbar.

Vortrag bei der Ars Electronica 2020: “Neue digitale Öffentlichkeit für neue Formen solidarischer Verantwortlichkeit”

Im Rahmen des diesjährigen Ars Electronica Festivals in Linz war ich auf Einladung von Walter Ötsch Teil eines eintägigen Symposiums zum Thema “COVID-19 Crisis: Wie könnte/kann sich die Gesellschaft ändern?”. In drei Sessions durfte ich dabei neben Ötsch selbst noch mit der Philosophin Antonia Birnbaum, der German-Zero-Aktivistin Evelyn Bodenmeier und dem Soziologen Sighard Neckel unter Moderation von Ö1-Journalistin Renata Schmidtkunz diskutieren. Mein Vortrag widmete sich dem Thema “Neue digitale Öffentlichkeit für neue Formen solidarischer Verantwortlichkeit”, die Slides finden sich wie üblich bei Slideshare:

Den Livestream des ganzen Tages gibt es auf YouTube, sollten Videos der einzelnen Sessions verfügbar gemacht werden, werde ich diese hier zeitnah ergänzen.

Upcoming webinars on SAP research

In June, the Strategizing Activities and Practices (SAP) Interest Group is going to host two webinars. They are part of a webinar series, where leading SAP scholars introduce SAP newbies to the foundations of SAP research, and provide more advanced participants with added clarity around core issues related to strategizing activities and practices.

On June, 4th, Paul Spee, Associate Professor in Strategy at the University of Queensland, will present on “”Strategy-as-practice and the Focus on Sociomateriality”. On June 18th, Leonhard Dobusch will present on “Open Strategy as a Practice”.

If you are interested in attending one or both of the free webinars, please register here: 

Paul Spee  – “Strategy-as-Practice and the Focus on Sociomateriality”

Leonhard Dobusch – “Open Strategy as a Practice”

In case you miss them: Don’t worry! They will be recorded and accessible on the website of the SAP Interest Group.

Wissenschaftler*innen im Gespräch: Silke Meyer und Leonhard Dobusch

Am 6. Februar 2020 darf ich ab 18 Uhr mit Kollegin Silke Meyer vom vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck im Rahmen der Reihe “Schönheit vor Weisheit” im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (Museumstraße 15, 6020 Innsbruck) diskutieren. Aus der Ankündigung der Veranstaltung:

Ende September wurde die Sonderausstellung „Schönheit vor Weisheit. Das Wissen der Kunst und die Kunst der Wissenschaft“ anlässlich des 350-jährigen Jubiläums der Universität Innsbruck in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen eröffnet. Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Ein besonderes Highlight ist die Reihe „WissenschaftlerInnen im Gespräch“. Markus Sommersacher führt mit zwei WissenschaftlerInnen in lockerer Atmosphäre ein Gespräch über Werdegang, Motivation und mögliche Parallelen bzw. Gegensätze in ihren unterschiedlichen Forschungsdisziplinen.

Die Gespräche werden mitgeschnitten und sind hier online zum Nachhören verfügbar.

Gender Lecture zu “Offenheit als Organisationsprinzip: Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?”

Kommenden Dienstag, 3. Dezember 2020, habe ich die große Ehre die 60. Innsbrucker Gender Lecture bestreiten zu dürfen (PDF des Plakats). Im Seminarraum VI (Theologie), Karl-Rahner-Platz 3/1. Stock, Raum-Nr. 102 wird es dabei um das Thema “Offenheit als Organisationsprinzip: Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?” gehen. Hier der Abstract:

Organisationale Offenheit, unterstützt durch digitale Technologien, erfreut sich in immer mehr Feldern wachsender Beliebtheit. Nicht nur im Bereich unternehmerischer F&E („Open Innovation“) sondern auch zur Strategiefindung („Open Strategy“), im öffentlichen Sektor („Open Government“) oder in der Wis- senschaft („Open Science“) wird mit einem Mehr an Offenheit das Versprechen von erhöhter Transparenz und Inklusion verbunden. Gleichzeitig zeigen Untersuchungen von radikal offenen Organisationsformen wie der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia, dass Offenheit keineswegs automatisch mit mehr Diversität einhergeht. Vielmehr stellt sich die Frage, inwieweit bestimmte Formen von Offenheit sogar bestimmte Gruppen von Menschen besonders exkludieren.

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