New Article: »Dynamics of the Sharing Economy between Commons and Commodification«

The essay “Dynamics of the Sharing Economy between Commons and Commodification” is based upon a conference paper presented at the conference “A Great Transformation? Global Perspectives on Contemporary Capitalisms” in 2017. It has now  been published in the most recent issue of Momentum Quarterly:

Revisiting scholarly debates around the weal and woe of the so-called “sharing economy,” this essay proposes a distinction between commons-based and market-based forms of the sharing economy. Applying a Polanyian lens to these two types of sharing economy not only reveals countervailing developments between commons and commodification depending on the type of platform governance; in addition, such a perspective also directs attention to externalities regularly associated with the expansion of market logics in previously nonmarket territories.

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Konferenz zur “Zukunft der Prognostik” in Erlangen

Am Internationalen Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg findet von 23.-24. Juli eine Konferenz zum Thema “Die Zukunft der Prognostik: Was wir heute und morgen vorhersagen können”. Hier der Link zum Programmplakat als PDF. Weitere Informationen und Registriertungsmöglichkeit unter ikgf.uni-erlangen.de/zukunft-der-prognostik.

Diskussion zu Wirtschaftswissenschaftlicher Lehre an HWR Berlin: “Fit für die Zukunft?”

Am 3. Juni 2019, 19:30-21:00 darf ich gemeinsam mit Larissa Bleckwehl (HR Business Partner) an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht zum Thema “Fit für die Zukunft? Was braucht die wirtschaftswissenschaftliche Lehre?” diskutieren (PDF der Ankündigung). Thema wird dabei unter anderem die Frage nach Pluralismus hinsichtlich Theorien und Methoden sein. Aus der Ankündigung der Veranstaltung:

Finanzkrise, Klimawandel und digitale Revolution: Die Welt befindet sich im Umbruch, doch in den Seminarräumen gilt business as usual? Die wirtschaftswissenschaftliche Lehre wird von verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren kritisiert – nicht nur in Deutschland. Sie sei realitätsfremd und einseitig. Braucht es deshalb mehr Pluralismus in den Wirtschaftswissenschaften, also eine Vielfalt der Disziplinen, der Perspektiven und Methoden?  Welche Kompetenzen soll das wirtschaftswissenschaftliche Studium heute vermitteln, damit die Studierenden gut vorbereitet sind für das Leben nach der Hochschule? Ist die HWR gut für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt und was ist noch zu verbessern?

Re:publica 2019: Digitale Öffentlichkeit zwischen Sender-Silos, Public Value und öffentlich-rechtlichen Ökoystemen

Wie im letzten Jahr war ich auch 2019 bei der Digitalkonferenz re:publica in Berlin, um als Organisationsforscher und als Mitglied des ZDF Fernsehrats zu Themen rund um neue digitale Öffentlichkeiten sprechen. Konkret durfte ich einen Vortrag halten, bei zwei Panels und einem Live-Podcast mitdiskutieren.

Ganz allgemein stand die re:publica dieses Jahr unter dem Motto “tl;dr”, kurz für “too long; didn’t read” und neben dem wie üblich spannenden Vortragsprogramm waren es viele kleine Dinge, die mir 2019 besonders gut gefallen haben. So wurde dem Motto entsprechend der Doppelpunkt im Logo durch einen Strichpunkt ersetzt, es zog sich der Volltext des wohl bekanntesten “tl;dr”-Werks Moby Dick als Installation durch die Hallen und beim Konzert der Band Tubbe am zweiten Abend wurden deren Texte live auf der Bühne von einer Gebärdendolmetscherin quasi vorgetanzt. Außerdem gab es eine durchgehende Live-Lesung des ebenfalls schier endlosen und sehr unterhaltsamen Techniktagebuchs, das 2019 genauso wie ich mit “Neues aus dem Fernsehrat” für den Grimme Online Award nominiert ist. Im folgenden eine kurze Übersicht über meine re;publica-Auftritte dieses Jahr:

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SWR2 Forum zum Thema »Ist Wikipedia noch zu trauen?«

Gemeinsam u.a. mit Kollegen Christian Stegbauer (Uni Frankfurt) durfte ich in der Reihe SWR2 Forum eine knappe Stunde lang zum Thema “Veraltet, manipulativ, fehlerhaft – Ist Wikipedia noch zu trauen?” (MP3-Download, ca. 40 MB) diskutieren. Die Teilnehmenden wurden dazu virtuell aus Frankfurt, Berlin und Mainz (wo ich zum Zeitpunkt der Aufzeichnung war), zusammengeschaltet. Aus der Ankündigung:

Seit Jahren gehört sie zu den zehn beliebtesten Websites der Deutschen. Jede und jeder nutzt sie, Schüler und Studenten kommen ohne sie nicht mehr aus, dabei lassen die meisten Einträge wissenschaftliche Standards vermissen, weil sie ehrenamtlich von Laien verfasst sind. […] Doch seit geraumer Zeit mehren sich Zweifel an den Inhalten des unbezahlten Mitmachlexikons: Immer häufiger sind Artikel veraltet. Die Zahl der Autoren hat sich binnen zehn Jahren halbiert. Was ist da los?

Zumindest die Frage im Titel, ob der Wikipedia “noch zu trauen” ist, hat mich dabei schmunzeln lassen. Denn das zeigt, wie sehr sich das Bild der freien Enzyklopädie gewandelt hat. In den ersten Jahren war die Frage nämlich, ob einem derartigen Freiwilligenprojekt überhaupt zu trauen ist. Meine Antwort ist denn auch, dass Wikipedia-Inhalte heute wie damals exemplarisch dafür sind, dass Wissen immer ausgehandelt, vorläufig und potentiell falsch sein kann, die Wikipedia diese Eigenschaften von Wissen aber sehr explizit und nachvollziehbar macht.

Wikipedia-Forschung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

Artikel über Wikipedia am Cover und auf S. 17 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17. Februar 2019

Das Thema sinkender oder stagnierender AutorInnenzahlen in der Wikipedia beschäftigt die gemeinnützige Wikimedia Foundation genauso wie die Wikipedia-Forschung: was sind die Ursachen für die seit zehn Jahren stagnierende Zahl an Beitragenden? Wie kann der trotzdem kontinuierlich wachsende Artikelbestand dennoch aktuell gehalten werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, für mehr Diversität unter den Freiwilligen zu sorgen? Continue reading “Wikipedia-Forschung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”

Call for Papers: »Organizing Creativity in the Innovation Journey«

Organizing Creativity in the Innovation Journey
INTERNATIONAL CONFERENCE, JULY 11-12, 2019,
Freie Universität Berlin, Germany

Demands for creativity today range well beyond typically “creative” and cultural industries to most sectors of the economy and, as some would argue, even society at large. Seen as the basis for innovating new products, processes or services, creativity is no longer considered as an individual personality trait but as a subject of intentional organizing. Such organizing efforts not only occur within formal organizations like firms, schools, universities or (non-)governmental organizations, but increasingly cross organizational boundaries to include inter­organizational networks as well as clusters, communities and crowds. Regardless of the context in question, central challenges for organizing creativity revolve around the following themes: When and in what ways do slack or constraints foster creativity? How do organizations allow for and even foster moments of serendipity, even in highly-structured innovation processes? Does the uncertainty that characterizes creative processes hinder or stimulate creativity? What is the role of rules and regulations in reducing or inducing different kinds of uncertainty? What are the social dynamics unfolding in physical and virtual spaces for creative collaboration?

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Innsbrucker Organisationsforschung bei WKOrg in Münster

Foto: Janis Floer (CC BY 4.0)

Zum vorläufig letzten Mal hatte die Wissenschaftliche Kommission Organisationsforschung (WKOrg) im Verband der Hochschullehrer für BWL (VHB) im Februar zu einem eigenen Workshop nach Münster geladen. Im nächsten Jahr wird der Workshop Teil einer neugestalteten VHB-Jahrestagung sein. In Münster jedenfalls war die Innsbrucker Organisationsforschung stark vertreten. Nicht nur durfte ich als aktueller Nachwuchsbeauftragter der WKOrg den Nachwuchsworkshop gestalten, mit folgenden Beiträgen waren wir im Hauptprogramm vertreten:

  • Arnold, N., & Soppe, B.: The waltz of the flowers: How material devices buttress the formation of organizational fields
  • Dobusch, L., & Heimstädt, M.: Predatory Publishing in Management Research: A Call For Open Peer Review
  • Leybold, M.: A Communication Perspective on Organizing Openness: Analyzing the Case of the Medicines Patent Pool in the Field of the Pharmaceutical Industry
  • Weiskopf, R.: Algorithmic decision-making and the “spectogenic” process of profiling.

Rund um den #35C3: Vortrag und Interview in der FAS

Bühne beim 35. Chaos Communication Congress (#35C3) in Leipzig

Seit mittlerweile gut zwei Jahren kann ich als Vertreter für den Bereich “Internet” im ZDF Fernsehrat Digitalisierungsprozesse und -schmerzen in großen, bürokratischen Organisationen quasi aus der Nähe beobachten und auch ein kleines bisschen mitgestalten. Eine der Organisationen, die mich für den Fernsehrat nominiert hatten, ist der Chaos Computer Club (CCC). Dieser Verein mit über 9.000 computer- und technikinteressierten Hackern veranstaltet einmal im Jahr – immer zwischen Weihnachten und Silvester – einen großen, komplett ehrenamtlich organisierten Kongress, den Chaos Communication Congress. Dieses Mal fand der Congress bereits zum 35. Mal – deshalb auch der Hashtag “#35C3” – statt und ich durfte einen Vortrag mit dem Titel “Chaos im Fernsehrat” beisteuern.

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Ö1 Dimensionen »Von Elsevier zu Open Access«

In der jüngsten Folge der Reihe Dimensionen widmet sich Ö1-Journalistin Tanja Malle dem Thema (Hürden am Weg zu) Open Access in der Forschung. Aus der Beschreibung:

2017 machte Elsevier bei einem Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro eine Milliarde Gewinn. Weil Wissenschafter/innen und Forschende auf die Publikation in den renommierten Journalen angewiesen sind, bekommt Elsevier deren wissenschaftliche Papers de facto gratis. Da diese Forschung größtenteils vom Staat finanziert wird, macht Elsevier öffentlich finanziertes Wissen zu Geld. Gegen diese Politik regt sich nun zunehmend Widerstand. In Deutschland haben sich mehr als 200 Hochschulen, Forschungsinstitute und Bibliotheken zusammengeschlossen und bauen Druck auf, indem sie Elsevier-Abonnements auslaufen lassen. Sie fordern Open-Access-Lösungen

Ich durfte zu der Sendung auch einige O-Töne beisteuern und mich dabei unter anderem als bekennender Sci-Hub-Nutzer ohne diesbezüglich schlechtes Gewissen outen. Eine Woche lang ist die Sendung noch frei zum Nachhören online. (Leider sind ja auch die Radiosendungen von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbietern wie Ö1 nicht auch dauerhaft Open Access zugänglich 😉 ).