Re:publica 2019: Digitale Öffentlichkeit zwischen Sender-Silos, Public Value und öffentlich-rechtlichen Ökoystemen

Wie im letzten Jahr war ich auch 2019 bei der Digitalkonferenz re:publica in Berlin, um als Organisationsforscher und als Mitglied des ZDF Fernsehrats zu Themen rund um neue digitale Öffentlichkeiten sprechen. Konkret durfte ich einen Vortrag halten, bei zwei Panels und einem Live-Podcast mitdiskutieren.

Ganz allgemein stand die re:publica dieses Jahr unter dem Motto “tl;dr”, kurz für “too long; didn’t read” und neben dem wie üblich spannenden Vortragsprogramm waren es viele kleine Dinge, die mir 2019 besonders gut gefallen haben. So wurde dem Motto entsprechend der Doppelpunkt im Logo durch einen Strichpunkt ersetzt, es zog sich der Volltext des wohl bekanntesten “tl;dr”-Werks Moby Dick als Installation durch die Hallen und beim Konzert der Band Tubbe am zweiten Abend wurden deren Texte live auf der Bühne von einer Gebärdendolmetscherin quasi vorgetanzt. Außerdem gab es eine durchgehende Live-Lesung des ebenfalls schier endlosen und sehr unterhaltsamen Techniktagebuchs, das 2019 genauso wie ich mit “Neues aus dem Fernsehrat” für den Grimme Online Award nominiert ist. Im folgenden eine kurze Übersicht über meine re;publica-Auftritte dieses Jahr:

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Re:publica 2018 im Rückblick: Digital-öffentliche Räume und Güter

Bei der jährlich in Berlin stattfindenden Digitalkonferenz re:publica nahm ich von 2.-4. Mai in einer Doppelrolle als Organisationsforscher mit Interesse an digitalem Wandel und als Mitglied des ZDF Fernsehrats teil. Im folgenden eine kurze Dokumentation meiner Aktivitäten in drei sehr intensiven, wie immer bei der re:publica auch sehr bereichernden Tagen:

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“Clash of Cultures”: re:publica-Panel über Bewegungen und ihre Organisationen

re:publica TENVon 2. bis 4. Mai findet in Berlin bereits zum 10. Mal die als Blogger-Konferenz gestartete re:publica statt, die mittlerweile zur wohl größten Digitalkulturkonferenz Europas geworden ist. Das Themenspektrum ist dementsprechend breit und gemeinsam mit Volker Grassmuck, Kathrin Passig und Monic Meisel bin ich bei einem Panel rund um Bewegungen und digitale Communities sowie mit ihnen verbundene, formale Organisationen mit an Board. Aus der Ankündigung des martialisch betitelten Panels “Clash of Cultures“:

Wikipedia, Freifunk und der öffentlich-rechtliche Rundfunk – drei Wissensinstitutionen, die dem Gemeinwohl, der res publica verpflichtet sind. So unterschiedlich sie sind, besteht das Verhältnis von Basis zu Institution jeweils aus den drei Schritten: Beauftragen, Bezahlen, Begutachten.

Zur Einstimmung auf die re:publica sei an dieser Stelle noch auf das Video meines letztjährigen Vortrags zur “Bewilligungskultur im Netz” verwiesen: