SWR2 Forum zum Thema »Ist Wikipedia noch zu trauen?«

Gemeinsam u.a. mit Kollegen Christian Stegbauer (Uni Frankfurt) durfte ich in der Reihe SWR2 Forum eine knappe Stunde lang zum Thema “Veraltet, manipulativ, fehlerhaft – Ist Wikipedia noch zu trauen?” (MP3-Download, ca. 40 MB) diskutieren. Die Teilnehmenden wurden dazu virtuell aus Frankfurt, Berlin und Mainz (wo ich zum Zeitpunkt der Aufzeichnung war), zusammengeschaltet. Aus der Ankündigung:

Seit Jahren gehört sie zu den zehn beliebtesten Websites der Deutschen. Jede und jeder nutzt sie, Schüler und Studenten kommen ohne sie nicht mehr aus, dabei lassen die meisten Einträge wissenschaftliche Standards vermissen, weil sie ehrenamtlich von Laien verfasst sind. […] Doch seit geraumer Zeit mehren sich Zweifel an den Inhalten des unbezahlten Mitmachlexikons: Immer häufiger sind Artikel veraltet. Die Zahl der Autoren hat sich binnen zehn Jahren halbiert. Was ist da los?

Zumindest die Frage im Titel, ob der Wikipedia “noch zu trauen” ist, hat mich dabei schmunzeln lassen. Denn das zeigt, wie sehr sich das Bild der freien Enzyklopädie gewandelt hat. In den ersten Jahren war die Frage nämlich, ob einem derartigen Freiwilligenprojekt überhaupt zu trauen ist. Meine Antwort ist denn auch, dass Wikipedia-Inhalte heute wie damals exemplarisch dafür sind, dass Wissen immer ausgehandelt, vorläufig und potentiell falsch sein kann, die Wikipedia diese Eigenschaften von Wissen aber sehr explizit und nachvollziehbar macht.

Wikipedia-Forschung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

Artikel über Wikipedia am Cover und auf S. 17 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 17. Februar 2019

Das Thema sinkender oder stagnierender AutorInnenzahlen in der Wikipedia beschäftigt die gemeinnützige Wikimedia Foundation genauso wie die Wikipedia-Forschung: was sind die Ursachen für die seit zehn Jahren stagnierende Zahl an Beitragenden? Wie kann der trotzdem kontinuierlich wachsende Artikelbestand dennoch aktuell gehalten werden? Und welche Möglichkeiten gibt es, für mehr Diversität unter den Freiwilligen zu sorgen? Continue reading “Wikipedia-Forschung in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”

New Publication: »Open strategy-making with crowds and communities«

Academic publication processes often take some time. For example, the article “Open strategy-making with crowds and communities: Comparing Wikimedia and Creative Commons” by Jakob Kapeller and myself, which has now been published in Long Range Planning, is not entirely new. Back in 2013 at the Academy of Management Annual Meeting in Orlando, Florida, we had already received the prestigious Carolyn Dexter Best International Paper Award for a previous version of the article. Several rounds of revision later, we can proudly present the abstract of the now published final version of the paper:

In the wake of new digital technologies, organizations rely increasingly on contributions by external actors to innovate or even to fulfill their core tasks, including strategy-making processes. These external actors may take the form of crowds, where actors are isolated and dispersed, or of communities, where these actors are related and self-identify as members of their communities. While we know that including new actors in strategy-making may lead to tensions, we know little about how these tensions differ when either crowds or communities are concerned. Investigating this question by analyzing open strategy-making initiatives conducted by two non-profit organizations (Creative Commons and Wikimedia), we find that tensions with communities may be resolved with increasing openness in strategy-making, while crowds are better compatible with more exclusive strategy-making practices.

The full text of the article is available at the journal’s website. As usual, please send me an e-mail in case you are interested but your institution does not provide access to the journal.

Interview auf Deutschlandradio Kultur: »Wikipedia im Zeitalter von Fake News«

(Foto: Lane Hartwell, CC-BY-SA 3.0)

In der Sendung breitband auf Deutschlandradio Kultur ging es anlässlich des 16. Geburtstags der deutschsprachigen Wikipedia um die Frage, “[w]ie gut Wikipedia heute darin ist, die Qualität und die Unabhängigkeit seiner Inhalte zu sichern”.  Continue reading “Interview auf Deutschlandradio Kultur: »Wikipedia im Zeitalter von Fake News«”

»Zeit für Wissenschaft«: Leonhard Dobusch im Podcast der Universität Innsbruck

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Zeit für Wissenschaft” ist der Titel der offiziellen Podcast-Reihe der Universität Innsbruck, in denen sich Melanie Bartos mit WissenschaftlerInnen ausführlich über ihre jeweilige Forschung unterhält. In der Ausgabe 32 der Podcast-Reihe war Leonhard Dobusch vom Institut für Organisation und Lernen das Gegenüber und sprach mit Melanie Bartos über Open Source, Creative Commons, Wikipedia und das Thema organisationale „Offenheit“ ganz allgemein.

Download des Podcasts als MP3

Erfreulicherweise – und passend zum Thema dieser Ausgabe – steht der Podcast unter einer Creative Commons Lizenz.