New Book Chapter: “The Relation between Openness and Closure in Open Strategy”

In any case, I would have been happy to contribute to the brand new “Cambridge Handbook of Open Strategy”, co-edited by David Seidl, (Universität Zürich), Richard Whittington (University of Oxford) and Georg von Krogh (ETH Zürich). Given that the chapter’s co-author is my sister Laura (Radboud University Nijmegen), I am even more proud about our contribution on “The Relation between Openness and Closure in Open Strategy: Programmatic and Constitutive Approaches to Openness”.  A short excerpt from the Introduction:

Two facets are all but universally present in current works on Open Strategy. First, while being aware of and addressing challenges and dilemmas associated with openness in strategy making (Hautz et al., 2017), increasing openness is mostly perceived as normatively good, as an ideal that should be achieved. […] Second, openness is mostly considered to be the opposite of closure, or at least the other endpoint of a continuum from closedness to various degrees of openness in terms of greater transparency or inclusion (Whittington et al., 2011).

Taken together, an affirmative perspective on openness as opposed to closure is central to a currently dominant programmatic approach, which is mainly concerned with putting openness into practice and unleashing its respective potential. However, as we will argue in this chapter, addressing many of the tensions or dilemmas observed in empirical endeavours to implement greater ‘openness’ could potentially benefit from another perspective, which understands openness (and closure) as a paradox (Putnam et al., 2016) where openness and closure appear contradictory but yet simultaneously depend on each other. Key for such a constitutive approach towards openness is that this paradox cannot be dissolved entirely but only addressed in a specific way, namely by legitimate forms of closure.

A pre-print version of the article is open access available at the Open Strategy Network, which features pre-prints of all chapters in the Handbook.

New Article: »Dynamics of the Sharing Economy between Commons and Commodification«

The essay “Dynamics of the Sharing Economy between Commons and Commodification” is based upon a conference paper presented at the conference “A Great Transformation? Global Perspectives on Contemporary Capitalisms” in 2017. It has now  been published in the most recent issue of Momentum Quarterly:

Revisiting scholarly debates around the weal and woe of the so-called “sharing economy,” this essay proposes a distinction between commons-based and market-based forms of the sharing economy. Applying a Polanyian lens to these two types of sharing economy not only reveals countervailing developments between commons and commodification depending on the type of platform governance; in addition, such a perspective also directs attention to externalities regularly associated with the expansion of market logics in previously nonmarket territories.

Check out the open access full text.

Die Verfinsterung des digitalen Traums: Shoshana Zuboffs Analyse des “Überwachungskapitalismus”

Bei diesem Text handelt es sich um die deutsche Fassung einer Rezension, die in gekürzter Form und auf Englisch im Journal Organization zur Veröffentlichung angenommen ist erschienen ist. Von Richard Weiskopf.

Erinnern Sie sich an den Skandal, um den Ge- und Missbrauch von Facebook-Profilen durch die Firma Cambridge Analytica? Oder daran, wie vor allem um 2016 herum Horden von Menschen, meist junge, umherzogen, begeistert und wie ferngesteuert auf der Jagd nach dem „Pokèmon“? Waren auch Sie überrascht zu hören, dass die (österreichische) Post mit den Daten ihrer Kund_innen einen regen Handel betreibt? Waren Sie auch schon erstaunt darüber, wie genau Amazon über Ihre Wünsche Bescheid weiß? Waren auch Sie schon in Versuchung, den smarten Kühlschrank über die Einkaufsliste entscheiden zu lassen oder das Smartphone über den idealen Heimweg? Erscheinen Ihnen solche Phänomene zuweilen als unheimlich oder gar bedrohlich?

Shoshana Zuboff, ihres Zeichens emeritierte Professorin für Business Administration in Harvard, ist in ihrem neuen Buch dieser Erfahrung nachgegangen und sie fragt nach den Kräften, die sie hervorbringen. Das Buch ist eine Fortsetzung von Work in the Age of the Smart Machine, ihrem grundlegenden Werk aus dem Jahr 1988. Hier studierte sie Veränderungen, die sich in der Arbeitswelt durch die Automatisierung und Informatisierung abzeichnen. Als eine der ersten Autor_innen erkannte sie schon damals das panoptische Potenzial der modernen Informationstechnologie. Seither sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen. Es wurde nicht nur das Internet erfunden (und zunehmend als Geschäftsfeld erschlossen); auch die Möglichkeiten und Potentiale der Erfassung, Speicherung und Verarbeitung von Daten haben sich exponentiell erweitert. „Big Data“ verspricht nichts weniger als eine „Revolution“, die „die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und denken“ fundamental transformiert (Mayer-Schönberger & Cukier, 2013). Während optimistische Szenarien die großartigen Möglichkeiten von „data-rich markets“ hervorheben (Mayer-Schönberger & Ramge, 2018), warnen Kritiker_innen vor den Gefahren, die mit der „Datafizierung“ einhergehen. Mit den neuen digitalen Möglichkeiten ist die Überwachung vielfältig und „flüchtig“ geworden (Bauman & Lyon, 2013), sie dringt in alle Bereiche des Alltags vor und prägt die „surveillance culture(s)“ (Lyon, 2018; Harding, 2018) der Gegenwart.

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Neuer Buchbeitrag: »Lernen und Lehren im Zeitalter des Remix«

Im Wintersemester 2017/2018 durfte ich einen Vortrag im Rahmen der von Kollegen Theo Hug organisierten Ringvorlesung “Medienpädagogik – Herausforderungen für Lernen und Bildung im Medienzeitalter” beisteuern. Inzwischen ist auf Basis dieser Ringvorlesung ein Sammelband bei innsbruck university press erschienen, inklusive meines Beitrags mit dem Titel “Lernen und Lehren im Zeitalter des Remix”. Der Abstract:

Wir leben im Zeitalter des Remix. Kultur, Bildung und Wissenschaft bauten schon immer auf bereits Bestehendem auf. Internet und digitale Technologien ermöglichen aber die kreative Nutzung existierender Werke in völlig neuen Dimensionen und eröffnen große Potentiale für Medienpädagogik: Nie zuvor war es so vielen möglich, Werke auf so unterschiedliche Arten zu erstellen, zu verändern und anderen zugänglich zu machen. Gleichzeitig floriert Remixkultur zu einem großen Teil in (urheber-)rechtlichen Graubereichen, wenn nicht gar in der Illegalität. Eine Auseinandersetzung mit rechtlichen Rahmenbedingungen, (il-)legitimen Rechtsverletzungen und alternativen Regulierungsformen wie offenen Lizenzen („Creative Commons“) ist deshalb unabdingbar, um die medienpädagogischen Potentiale digitaler Technologien für Lehren und Lernen auszuschöpfen.

Der Buchbeitrag ist als Pre-Print-PDF online verfügbar.

Neue Veröffentlichung: »Organisationen als Straftäter: Zwischen Emergenz und Evidenz«

Nachdem Richard Weiskopf den ersten Beitrag zur neuen Working-Paper-Reihe der Forschungsplattform “Organizations & Society”  beisteuern durfte, freue ich mich, dass seit kurzem auch mein erstes Working Paper in der Reihe erschienen ist. Der Beitrag mit dem Titel  “Organisationen als Straftäter: Zwischen Emergenz und Evidenz” ist das leicht überarbeitete Manuskript eines Plenumsvortrags, den ich im Rahmen des 42. Workshops der Wissenschaftlichen Kommission Organisation im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre am 15.2.2018 an der Universität
Hamburg gehalten habe.  Der Abstract des Beitrags:

Die vor allem in der Rechtswissenschaft diskutierte Frage nach der eigenständigen Strafbarkeit von Unternehmen berührt auch grundlegende organisationstheoretische Themen wie jene nach organisationalem Fehlverhalten im Speziellen sowie der Akteurseigenschaft von Organisationen im Allgemeinen. Die sowohl in der Organisationsforschung als auch in der deutschsprachigen Rechtswissenschaft vorherrschende Perspektive fokussiert individuelles Fehlverhalten in organisationalen Kontexten. Die für ein Unternehmensstrafrecht entscheidende Frage des Fehlverhaltens von Organisationen verlangt demgegenüber ein Konzept organisationaler Akteurseigenschaft. Gerade ein graduelles Verständnis von Organisation als Organisationalität könnte hierbei einen Ansatzpunkt für die Strafbarkeit von überindividuellen, regelmäßigen Formationen sozialen Handelns liefern.

Das Manuskript ist als Volltext-PDF open access in der Organization & Society Working Paper Series verfügbar unter: http://diglib.uibk.ac.at/ulbtiroloa/download/pdf/2860997

Neuer Beitrag: »Von Fake Journals zu Fake News: Ausweg Open Peer Review?«

Gemeinsam mit Maximilian Heimstädt (Universität Witten-Herdecke) habe ich für die aktuelle Ausgabe von “Synergie – Fachmagazin für Digitalisierung in der Lehre” einen Beitrag zu den Risiken von Predatory Publishing für die Rezeption von (vermeintlich) wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Potentialen von Open Peer Review in diesem Zusammenhang beigesteuert (PDF des Beitrags). Aus der Einleitung:

Die wachsende Akzeptanz spezifischer Formen von Open Access hat zum Aufstieg von Author-Pays-Geschäftsmodellen geführt, die auf „Article Processing Charges“ (APC) beruhen. Der steigende Publikationsdruck im Wissenschaftssystem in Kombination mit APC setzt Anreize für die Gründung von Zeitschriften, die nur vermeintlich oder sehr oberflächlich ein Begutachtungsverfahren (Peer Review) durchführen, um gebührenpflichtig und möglichst profitmaximierend Manuskripte zu veröffentlichen. Diese Manuskripte sind im besten Fall mangelhaft und im schlechtesten Fall absichtlich tendenziös und irreführend.

Die gesamte Ausgabe von Synergie ist open access als PDF oder ePub verfügbar.

Neue Veröffentlichung: »Wie viel ‚Wahrheit’ verträgt die Organisation?«

Seit kurzem erscheint im Rahmen der Forschungsplattform “Organizations & Society” eine transdisziplinäre Working-Paper-Reihe. Es ist mir eine besondere Ehre, dass als erstes Paper in dieser Reihe das Manuskript meiner AntrittsvorlesungWie viel ‚Wahrheit’ verträgt die Organisation? Die Praktik der parrhesia als Herausforderung für moderne Organisation” erschienen ist. Der Abstract lautet wie folgt: Continue reading “Neue Veröffentlichung: »Wie viel ‚Wahrheit’ verträgt die Organisation?«”

New Publication: »Organisatorische Komplexität in sozialen Bewegungen: Das Beispiel globaler Dschihadismus«

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In a new paper published by Momentum Quarterly, I look at the modalities of organizing in the global jihadist movement. One reason for the resilience of the movement is the combination of different modes of organizing, such as hierarchical organizations and networks. I argue that some of the difficulties in effectively countering global jihadism result from a misconception of the movement as being either a hierarchy or a network. The “rhizome” metaphor of French philosophers Deleuze and Guattari can help us to better grasp the organizational complexity of the phenomenon, and might help us to think about new ways to deal with global jihadism. The abstract reads as follows:

This article illustrates the “rhizome” metaphor of Gilles Deleuze and Félix Guattari with the example of global jihadism. The aim of the article is twofold: first, it shows the potential of the metaphor to contribute to a better understanding of dynamic modalities of organizing. Second, it contributes to a more comprehensive understanding of global jihadism as an empirical phenomenon. By implementing the rhizome metaphor, it becomes apparent that the organization of global jihadism extends beyond an either/or duality of hierarchy and network, but that it is an organizational multiplicity which comprises both hierarchical and network dimensions at the same time. The extent of those dimensions is constantly changing.

The full open access article (in German) can be found here.

 

Book Review of »Free Speech« by Timothy Garton Ash

Some time ago I was invited to review “Free Speech. Ten principles for a connected world” written by the British historian and writer Timothy Garton Ash. The review has now been published in the journal Organization Studies. The full text is available at the journal’s website. Here is a brief excerpt of my review.

Although the book is almost encyclopaedic, its main aim is not simply to represent the freedom of speech debate and its various positions, but to intervene in the world and to contribute to its transformation. It “invites a conversation about free speech” (p. 142), develops, promotes and defends a liberal position, and proposes principles of how to organize our relations in the “mixed up, connected world as city” (p. 19), that Ash calls “cosmopolis”. In this “crowded world”, he argues, “we must learn to navigate by speech” (p. 4). For students of organization, the book offers many points of entry for reflecting on the current conditions of organizing and its relation to free speech. How do organizations influence, control, and limit what we can say? What are the forms of power that shape and organize what we can say and see in and through the internet? What are the transformative potentials of organizing created by the affordances of the internet? (How) can “free speech” be organized, given that any form of organizing implies closure and exclusions? What are the organizing principles for a self-governing community, in which the principles of “free speech” can be actualized?

The internet has fundamentally transformed life in general and the conditions of communication in particular. It not only offers new possibilities of “free speech”, but also reveals its fundamental ambivalence. “[N]ever in human history was there such a chance for freedom of expression as this. And never have the evils of unlimited free expression – death threats, paedophile images, sewage-tides of abuse – flowed so easily across frontiers” (p. 127). Unknown freedoms of expression and unprecedented forms of control and surveillance coexist and create an ambivalent space of experience.

In case you are interested and your institution doesn’t have access to the full-text, I would be happy to send it to you via e-mail.

New Publication: »Closing for the Benefit of Openness« in Organization Studies

My sister, Laura (Radboud University in Nijmegen, NL), our colleague Gordon Müller-Seitz (TU Kaiserlautern), and I have looked at an open strategy-making process of Wikimedia, the non-profit foundation behind the free online encyclopedia Wikipedia. In the paper “Closing for the Benefit of Openness?“, which is now open access available at the journal Organization Studies, we find that “simply” opening up preexisting organizational processes tends to reproduce or even reinforce social inequalities already in place. To enable broad participation and to reach out to particularly marginalized groups, openness is depending on certain forms of (procedural) closure. Pleas find the abstract of the paper below:

A growing number of organizations subscribe to ideals of openness in areas such as innovation or strategy-making, supported by digital technologies and fuelled by promises of better outcomes and increased legitimacy. However, by applying a relational lens of inclusion and exclusion, we argue that, paradoxically, certain forms of closure may be necessary to achieve desired open qualities in strategy-making. Analysing the case of Wikimedia, which called for participation in a globally open strategy-making process, we show that openness regarding participation in crafting strategy content depends on certain forms of closure regarding procedures of the strategy-making process. Against this background, we propose a two-dimensional framework of openness, in which content-related and procedural openness are characterized by a combination of open and closed elements.

Thanks to an open access agreement between Dutch universities and the publisher Sage, the fulltext is open availble.