Job: Projektmitarbeit am Institut für Erziehungswissenschaft

Prof. Barbara Herzog-Punzenberger vom Institut für Erziehungswissenschaft sucht kurzfristig ein:e Projektmitarbeiter:in: Studierende, die sich mit Fragen der Migration, Mehrsprachigkeit und Ungleichheit beschäftigen (wollen), Interesse an deskriptiver Statistik und entsprechende Lehrveranstaltungen absolviert haben, einige Übung im Erstellen von Tabellen und zugehöriger Grafiken in Excel aufweisen, dabei sehr genau und verlässlich sind, Deadlines einhalten, eine schnelle Auffassungsgabe haben und teamfähig sind, können sich ab sofort melden, wenn sie bis Ende August einen Arbeitsauftrag im ungefähren Stundenumfang eines Vollzeitmonats für € 2.200,– erledigen und dabei Einblick in einen der hochwertigsten Datensätze im Bildungsbereich bekommen wollen.

Senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung umgehend an barbara.herzog-punzenberger@uibk.ac.at.

Neuer Buchbeitrag: »Schöne Neue Digitale Organisationswelt – Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?«

(Foto: Tim Mossholder)

Bereits vor einiger Zeit durfte ich im Rahmen der traditionsreichen Innsbrucker Gender Lectures einen Vortrag halten, auf dessen Basis nun ein Buchbeitrag mit dem Titel “Schöne Neue Digitale Organisationswelt: Offen für Diversität oder Exklusion durch Offenheit?” erschienen ist. In dem Beitrag führe ich zur Erklärung von Diversitätsdefiziten in offenen Organisationskontexten (siehe dazu auch den kürzlich erschienen KZfSS-Artikel) die Unterscheidung zwischen importierten und kreierten Diversitätsdefiziten ein. Aus dem Fazit:

Explizit als offen markierte Organisationsformen und -prozesse, wie sie in immer mehr Bereichen wie Softwareentwicklung, Strategiefindung oder Verwaltungskontexten propagiert werden, führen nicht automatisch zum Abbau von Diversitätsdefiziten in diesen Bereichen. Im Gegenteil, gerade ein besonders starkes Betonen organisationaler Offenheit oder besonders radikale Offenheitsregimes, die formal alle Interessierten zur Beteiligung einladen, können im Sinne einer Non-Performativität von Offenheitsrhetorik zu mangelnder Reflexion von real existierenden Diversitätsdefiziten führen. Die Diversitätsdefizite in formal offenen Organisationskontexten resultieren dabei einerseits aus dem Import gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse und werden andererseits durch (zu) offene Organisationsstrukturen kreiert, zum Beispiel indem exkludierendes Verhalten einzelner Beitragender nicht wirksam eingedämmt wird bzw. werden kann.

Der ganze, von Kordula Schnegg, Julia Tschuggnall, Caroline Voithofer und Manfred Auer herausgegebene, Band “Inter- und multidisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung” ist open access bei Innsbruck University Press verfügbar.

PhD Position in the area of Management Control at the Department of Organization and Learning

There is currently an open PhD position at the Department of Organization and Learning. The position is in the area of management control (Supervisor: Professor Martin Messner). It addresses potential candidates with an interest in empirical research in topics such as corporate planning, performance measurement, data analytics and digital transformation, corporate governance, or sustainability control. Candidates should be close to finishing their master’s degree and ideally be able to start the position in autumn/winter 2022.

Application deadline is June 21, 2022. For more information on how to apply, please see: https://lfuonline.uibk.ac.at/public/karriereportal.details?asg_id_in=12684

Neuer KZfSS-Artikel: “Wie offen sind ‘offene’ Online-Gemeinschaften? Inklusion, Exklusion und die Ambivalenz von Schließungen”

“Wie offen sind ‘offene’ Online-Gemeinschaften?” fragen meine Schwester Laura und ich in unserem kürzlich in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie veröffentlichten Artikel. Selbst kommerzielle Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube sind, verglichen mit traditionellen Medien, offen, weil sie Filterlogiken traditioneller Medien zumindest partiell umkehren. Sie ermöglichen verschiedenen Formen von Gemeinschaftsbildung. Manche dieser Gemeinschaften setzen bewusst auf Exklusivität (z.B. geschlossene FB-Gruppen), andere setzen auf mehr oder weniger stark offenheitsorientierte Zugangsregeln, verschreiben sich also einer Offenheitsprogrammatik (z.B. im Kontext von Open Source, Open Strategy oder Open Data).

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Panel beim Journalismusfest Innsbruck: “Blogs, Wikis & Co – Zwischen journalistischer Prekarität und Glaubwürdigkeit”

Von 13. bis 15. Mai 2022 findet das Journalismusfest Innsbruck statt und ich freue mich außerordentlich, ein Panel gemeinsam mit Markus Beckedahl, Gründer und langjähriger Chefredakteur des Blogs netzpolitik.org, sowie Claudia Garád, Geschäftsführerin von Wikimedia Österreich, moderieren zu dürfen. Aus der Ankündigung:

Blogs, Wikis oder Videoportale wie YouTube oder TikTok übernehmen mittlerweile journalistische Funktionen und definieren diese teils neu. Der Blog netzpolitik.org etwa publiziert immer wieder tiefergehende Recherchen. Wikipedia bringt auch zu strittigen Themen aktuelle und oft quellenkritisch geprüfte Informationen. Trotzdem bleibt der journalistische Charakter von Blogs, Wikis und Co. prekär. Gleichzeitig zögern traditionelle journalistische Angebote bei der Übernahme von Praktiken wie etwa der Veröffentlichung oder Verlinkung von Quellen.

Das Panel steigt am Freitag, 14. Mai, um 17 Uhr im Haus der Musik. Schaut vorbei!

Tagung: »Geben und Schenken: Gabenökonomie im Horizont der Digitalisierung« [Update]

Nach einer hybrid veranstalteten Vorkonferenz im April 2021 darf ich am 18. März wieder gemeinsam mit Felix Stalder und Jasmin Schreyer im Rahmen einer Tagung zu “Gabenökonomie im Horizont der Digitalisierung” zu Thema “Praktiken des Gebens und Teilens in der digitalen Ökonomie” diskutieren. Aus der Ankündigung der Tagung:

»Open source«, »file-sharing«, »crowdfunding«, »peer production« – die Welt der digitalen Kommunikation ist voller Wirtschaftspraktiken, die dem Geben und Schenken näher sind als dem Marktkauf. Im Horizont der Digitalisierung wird eine Wirtschaftswissenschaft notwendig, die, um mögliche Entwicklungen einer global vernetzten Kooperationsgesellschaft zu reflektieren, das Paradigma der endlos unabgeschlossenen Gabe zwischen miteinander verbundenen Personen gelten lässt.

Tagung ist hybrid und kann hier im Livestream via Zoom verfolgt werden.

[Update, March 3, 2022] A brief summary of my remarks can be found over at the Governance Across Borders blog. [/Update]

Montagsfrühstück im Literaturhaus zum Thema “Infodemie: Wissen, Glauben, Denken, Schreiben”

Literaturhaus am Inn (Foto: Luftschiffhafen, CC BY-SA 4.0, Bearbeitung: Leonhard Dobusch)

Am Montag, 25. April 2022, darf ich ab 9:00 Uhr im Literaturhaus am Inn, Josef-Hirn-Str. 5, mit der Schriftstellerin Andrea Winkler das traditionelle Montagsfrühstück bestreiten. Aus der Ankündigung zur Veranstaltung:

Die Corona-Pandemie macht einmal mehr deutlich, dass unsere Gesellschaft tief in einer so genannten „Infodemie“ steckt. Aufgrund einer Flut an Falschinformationen und Fake-News, die sich vor allem in den sozialen Medien rasant verbreiten, verlieren komplexe und wissenschaftlich belegte Fakten an Glaubwürdigkeit. Was ist objektiv, was ist subjektiv? Was Wissen, was Glauben? In diesem Montagsfrühstück sollen unter anderem Wege und Mittel diskutiert werden, wie das Vertrauen in die Wissenschaften zurückgewonnen werden kann, aber auch, welche Konsequenzen dies für Autorschaft und für das literarische Schreiben hat.

Eintritt ist frei, Anmeldung beim Veranstalter ist bis 25.04.22 erforderlich.

Zu Gast im Dolomitenstadt-Podcast: “Krise der Wissenschaft: Wem kann man glauben?”

Florence Lang und Leonhard Dobusch bei der Podcast-Aufzeichnung

In der Beschreibung zu dem gut 45 Minuten langen Podcast auf Dolomitenstadt.at zum Thema “Krise der Wissenschaft: „Wem kann man glauben“?” heißt es:

Wie nie zuvor scheinen sich gerade in der aktuellen Pandemie-Diskussion zwei Wahrheiten unversöhnlich gegenüberzustehen. Was ist nun wirklich wahr, was falsch? Wie kann man als Leser, als Leserin den Wahrheitsgehalt von Nachrichten überprüfen? Es ist keineswegs unmöglich, sich zu orientieren. Im Gegenteil.

Der Podcast lässt sich hier direkt nachhören und ist als MP3-Download frei verfügbar.

Vortrag beim WZB Coronacolloquium: »Wissenschaft und Aktivismus: (k)ein Widerspruch?«

Ist eine klare weltanschauliche Position mit wissenschaftlichen bzw. journalistischen Gütekriterien vereinbar? Diese Frage stellt sich in Zeiten von zunehmende Bedeutung von Wissenschaftskommunikation und “Third Mission” längst nicht nur mehr Think Tanks sondern auch (außer-)universitären Forschungseinrichtungen ganz allgemein. Dabei zeigt sich, dass eine Abgrenzung zwischen “Outreach” und “Knowledge Transfer” einerseits und “politischem Aktivismus” andererseits nicht nur schwierig, sondern grundsätzlich verfehlt ist. Aktivismus-Vorwürfe verkennen vielmehr, dass sich normative Fragen von der Themenstellung über Theorie- und Methodenwahl bis hin zur Ergebnisinterpretation durch den gesamten wissenschaftlichen Erkenntnisprozess ziehen.

Meinen Vortrag zu diesem Thema im Rahmen des Coronacolloquiums das Wissenschaftszentrum Berlin gibt es hier zum Nachhören und Nachlesen.