Neuer juridikum-Aufsatz: »Hört die Signa(le): rechtspolitische Fragen und Ableitungen aus dem Fall der Signa-Gruppe«

Auch wenn ich seit meiner Promotion in meiner Forschung immer wieder rechtswissenschaftliche Themen, vor allem im Bereich des Immaterialgüterreechts, bearbeitet hatte, habe ich kaum in rechtswissenschaftlichen Zeitschriften publiziert. Umso mehr freut es mich, dass kürzlich ein gemeinsam mit Jakob Sturn (Momentum Institut) verfasster, rechtswissenschaftlicher Beitrag in der Zeitschrift juridikum über “rechtspolitische Fragen und Ableitungen aus dem Fall der Signa-Gruppe” erschienen ist.

Im Zentrum unserer Analyse stehen dabei, welche (gesellschafts-)rechtlichen Schlupflöcher René Benko als mutmaßlich faktischer Geschäftsführer der SIGNA-Immobiliengruppe genutzt hat, um trotz der enormen Größe des Geflechts Transparenzregeln auszuweichen – und welche rechtspolitischen Ableitungen daraus folgen. Der Abstract des Beitrags:

Der Fall Signa geht als bislang größte Insolvenz der zweiten Republik in die Geschichte ein. Dieser Beitrag zeichnet Erfolg und Zusammenbruch des Konglomerats nach und offenbart dadurch eine Intransparenzstrategie, die systematischer Bestandteil des Geschäftsmodells war. Ohnehin geringe Transparenzpflichten wurden teilweise gezielt unterlaufen. Um trotz der Intransparenz für Investoren attraktiv zu sein, wurden diesen fallweise Verkaufsoptionen eingeräumt. Die Geschädigten der Signa-Pleite sind – wie bei allen großen Insolvenzen – nicht nur Investor:innen und Gläubiger:innen, sondern auch die Allgemeinheit. Deshalb diskutiert dieser Beitrag Regulierungs- und Durchsetzungsdefizite und Lösungswege, die Fälle wie Signa in dieser Größenordnung zumindest unwahrscheinlicher machen könnten.

Leider ist der Beitrag wie in den meisten rechtswissenschaftlichen Zeitschriften nicht frei online zugänglich, wer Interesse aber keinen Zugang zum Beitrag hat, bitte einfach eine kurze Mail an mich oder Jakob Sturn schicken.

Außerdem habe ich mich für #1paper1meme wieder an einer bildlichen Darstellung des Aufsatzes versucht:

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